Die Geschichte unseres Vereins
Gründung:
-
Gegründet wurde der Verein am 06.02.1991 unter dem Namen Motorradclub "Beinhart" Pirna e.V.
-
Gründungsmitglieder waren 14 verrückte "Moppedfahrer", die zum Teil schon zu DDR-Zeiten ihre Freizeit auf der Strasse abreagieren mussten.
-
Erster Vereinsvorsitzender war Thomas Boden.
1991:
-
Am 25.01.1991 bekamen wir vom Brösel-Mineralsekretariat die Erlaubnis, den Namen "Beinhart" als unseren Vereinsnamen zu führen.
-
Erste große Aktion war 1991 eine Info-Veranstaltung auf dem Ernst-Thälmann-Platz in Pirna mit fast allen führenden Motorradherstellern und diversen Zubehöranbietern.
-
Ebenfalls 1991 fand das erste und gleichzeitig größte Motorradtreffen unseres Vereins auf dem Weinberg in Nenntmannsdorf mit der damals sensationellen Teilnahme von teilweise bis zu 1000 Personen statt (gilt für die neuen Bundesländer).
-
Erste 5-Tages-Ausfahrt nach Großsierning in Österreich. Seitdem findet diese Ausfahrt jedes Jahr zu Himmelfahrt oder Pfingsten statt. 2011 war unser 20-jähriges Jubiläum.
1992:
-
1992 legten sich fast alle Mitglieder zum Blutspenden flach. Eingeladen waren auch alle anderen Verkehrsteilnehmer.
-
2. Motorradtreffen unseres Vereins in Tschechien
1994:
-
In Zusammenarbeit mit dem BIGS setzte sich der Verein 1994 mit der Problematik Streckensperrung für Motorradfahrer auseinander, und trat in der Öffentlichkeit für deren Rücknahme (nicht nur im Polenztal) ein.
-
Bereits 1994 nahmen ein Teil der Mitglieder an der Heimkinder-Motorradausfahrt, die die Trucker- und Motorradfangemeinde Zschopautal in Pobershau organisierte, teil. 1995 konnte unser Verein für die Teilnahme den Pokal für den "Stärksten Teilnehmenden Club" mit nach Hause nehmen.
1996:
-
Inspiriert durch die Aktion in Pobershau organisierten wir in Zusammenarbeit mit dem AWO-Kinderheim In Bahratal am 31.08.1996 unsere erste eigene Heimkinderausfahrt, die nun mittlerweile die Hauptarbeit unseres Vereins darstellt.
2002:
-
Erstmals nahm unserer Verein am Drachenbootrennen zum Stadtfest in Pirna teil. Immerhin sprang ein bemerkenswerter 4. Platz raus.
2004:
-
Im Jahr 2004 wurden wir für unsere ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit für den Titel "Verein des Jahres 2003" in der Kategorie "Soziales" vorgeschlagen. Verliehen wurde der Preis von der Sparkasse Elbtal-Westlausitz.
-
Beim Drachenbootrennen haben wir den 2. Platz erreicht. Unser bestes Ergebnis, das wir auch nicht wieder toppen konnten.
2005:
-
2004 hatte es nicht geklappt, aber am 22.04.2005 erhielten wir den Lohn für unsere jahrelange ehrenamtliche Arbeit. Die Ostsächsische Sparkasse Dresden und die Sächsische Zeitung verliehen uns den Titel "Verein des Jahres 2004".
2009:
-
Gleich drei Auszeichnungen gab es für unsere Heimkinderfahrt: "Mitmachen - Ist doch Ehrensache!" (Auszeichnung des sächsischen Staatsministeriums), "Supersachse 2009" (Auszeichnung von Hitradio RTL) und "Bürgerpreis 2009" (Auszeichnung des Landkreises).
2010:
-
Seit Ende 2010 besitzt unser Verein ein eigenes Vereinsheim in Berggießhübel. Aus einem heruntergekommenen Jugendclub wurde ein gemütliches Vereinsheim. In vielen Arbeitsstunden wurde das Gebäude auf Vordermann gebracht und dient nun als Vereinstreff und Veranstaltungsort. Ein paar Bilder vom Umbau, und wie es jetzt aussieht, findest Du in der Bildergalerie des Vereins.
2011:
-
Erstmals seit 1992 legten sich Vereinsmitglieder wieder zum Blutspenden hernieder. Diese gute Aktion wird nun jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem DRK durchgeführt.
2012:
-
Zwei weitere Auszeichnungen für unsere Heimkinderfahrt: "Einladung zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten in Berlin", und den Kinderoskar, verliehen von der Kinderarche Sachsen e.V.
2016-2019:
Das Jahr 2016 war für unseren Verein in mehrfacher Hinsicht besonders prägend.
Zum einen führten wir – wie bereits erwähnt – aufgrund des großen Zuspruchs nach dem Unfall bei der HKF 2015 den Status der Fördermitglieder ein. Fördermitglied kann jeder werden, der unseren Verein und insbesondere die Heimkinderfahrt unterstützen möchte, jedoch aus privaten, beruflichen oder geografischen Gründen keine aktive Mitgliedschaft ausüben kann.
Zum anderen feierten wir im selben Jahr unser 25-jähriges Vereinsjubiläum (1991–2016) – ein bedeutender Meilenstein in unserer Vereinsgeschichte.
Auch das Konzept der Heimkinderfahrt (HKF) wurde in dieser Zeit weiterentwickelt. Ein wichtiger Sicherheitsaspekt war, dass Ordner die Kolonne nicht mehr überholten. Zudem wurde ab 2017 nur noch ein zentraler Parkplatz angefahren, an dem sowohl die Mittagspause als auch die Vesperpause stattfanden. Dieses Konzept bewährte sich schnell: Der Parkplatz lag nicht mehr am entferntesten Punkt der Strecke, sodass bei schlechtem Wetter jederzeit flexibel abgekürzt werden konnte.
Neben der HKF war unser Vereinsleben in diesen Jahren sehr aktiv und vielfältig:
-
Regelmäßige Besuche in Kinderheimen, insbesondere im Kinderhaus in Domnitz, zu dem eine enge Verbindung entstand.
-
Mehrfache Teilnahme am Volleyballturnier der Handwerker-Innungen in Dresden – das Preisgeld wurde jeweils für die HKF gespendet.
-
Zwei besondere Bikerhochzeiten: 2017 die kirchliche Trauung von René und Katharina inklusive Taufe ihres Sohnes Oskar sowie 2019 die Hochzeit von Jens und Yvonne.
-
Jährliche Präsenz (bis 2020) mit eigenem Stand auf der SachsenKrad in Dresden zur Vorstellung unseres Vereins und zur Unterstützung der HKF – inklusive Verlosung und Übergabe eines gesponserten E-Bikes.
-
Teilnahme am 60-jährigen Jubiläum der „Kartoffelkäfer“ im Jahr 2018, bei dem wir ein Dankeschön überreichten, das noch heute im Clubhaus zu sehen ist.
Zahlreiche gemeinsame Touren prägten diese Zeit. Besonders in Erinnerung bleibt die Fahrt zum Saxonia-Ring, einer Kartbahn, auf der auch Pocket-Bike-Rennen stattfinden. Die dortigen Fahrer waren bereits Gäste bei der HKF und luden uns ein – so konnten wir selbst einmal den Kurs erleben.
2020-2025:
Das Jahr 2020 brachte einen tiefen Einschnitt: Die Corona-Pandemie legte das Vereinsleben weitgehend lahm. Die HKF musste erstmals abgesagt werden, da Treffen und Planung durch Beschränkungen und Ausgangssperren unmöglich waren.
Am ursprünglich geplanten Termin organisierten wir dennoch kurzfristig eine kleine Ausfahrt nach Schmiedeberg, nachdem die Einschränkungen wenige Tage zuvor gelockert worden waren. Anschließend trafen wir uns im Vereinsheim zum gemeinsamen Grillen. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass auch 2021 keine HKF stattfinden würde.
Trotz der Umstände blieb der Verein aktiv:
-
Gemeinsame Fahrten, unter anderem zum Bikerschloss in Mutschen oder nach Görlitz zu unserem Freund „Pfuhli“.
-
Eine mittlerweile feste Tradition: das jährliche August-Wochenende bei Pfuhli mit Touren durch die Region – unter anderem zum Jeschken sowie nach Polen und Tschechien.
-
Regelmäßige Teilnahme am Muldentaler Biker- und Trikertreffen der „Kartoffelkäfer“ sowie Besuche bei befreundeten Clubs.
-
Teilnahme an einer Großdemonstration 2020 in Dresden mit mehreren tausend Bikern gegen die zunehmende Diskriminierung von Motorradfahrern.
Auch soziale Projekte wurden fortgeführt: 2021 waren wir – trotz Einschränkungen – wieder beim Sommerfest in Domnitz vertreten.
2022 begann schließlich der Neustart. Die HKF sollte wiederbelebt werden, was sich jedoch als Herausforderung erwies: Kontakte waren verloren gegangen, Einrichtungen hatten Träger gewechselt. Dennoch gelang uns ein Neuanfang mit einer „kleinen HKF“ im Rahmen des Stadtfestes in Berggießhübel – zunächst ohne gemeinsame Ausfahrt, aber mit großem Engagement.
Parallel dazu nutzten wir die Zeit, unser Vereinsheim weiter auszubauen und zu verschönern. Ein besonderes Highlight war die Installation einer gesponserten Werner-Figur, die 2025 durch ein passendes Hintergrundbild ergänzt wurde.
Seit 2023 findet die HKF wieder in ihrer gewohnten Form mit Ausfahrt statt – jedoch mit einem weiterentwickelten Konzept: Aufgrund der Rückmeldungen aus dem letzten Jahr enden alle Touren wieder am Veranstaltungsstandort im Bad in Berggießhübel. Diese Anpassung sorgt für mehr Entspannung und ein noch schöneres Erlebnis, da alle das Bad auch während der Mittagspause nutzen können. Seit 2024 übernimmt der Verein zudem – in enger Abstimmung mit allen Beteiligten – nahezu das komplette Catering.
Heute zählt unser Verein rund 35 Vollmitglieder sowie eine ähnlich große Anzahl an Fördermitgliedern – ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und kontinuierliches Wachstum.
