22. Heimkinderfahrt 10.06.2017

Perfekt? Naja, vielleicht nicht ganz, aber nah dran! Das ist zumindest die Meinung von uns Organisatoren und von vielen Teilnehmern, die wir gefragt hatten, oder uns ihre Meinungen mitteilten. Auf jeden Fall war es eine phantastische Ausfahrt bei optimalstem Wetter (mal was ganz Neues...), eine rundum gelungene Organisation vom Zeitplan, Pausengestaltung und der Verpflegung. 665 Fahrzeuge (incl. Ordner und Sicherungskräfte) hatten genügend Platz für die 509 Kinder aus ca. 50 Kindereinrichtungen Deutschlands, Polen und Tschechien, um eine schöne Rundreise nach Dürrröhrsdorf-Dittersbach und Umgebung zu fahren. Und wieder hat sich dabei das neue Sicherheitskonzept, das wir 2016 eingeführt hatten, voll bewährt.

Fazit: Wenn das nicht anspornt weiterzumachen...!!!

Noch nie waren so viele Biker-innen und Kinder zum Zelten angemeldet wie dieses Jahr. Insgesamt ca. 250 Menschen tummelten sich bereits am Freitag auf dem Badgelände und genossen das schöne Abendwetter (bevor es Nachts noch mal geregnet hat), die Musik und die erste Verpflegung. Dazu kamen noch viele, viele Biker-innen, die in, oder der näheren Umgebung von Berggießhübel übernachteten. So kam es, dass schon am Vortag der Ausfahrt das Bad gut gefüllt war. Am späten Abend führten wir die DVD der HKF 2016 auf, und nach und nach begab sich jeder zu seiner Schlafstätte, um am nächsten Tag fit für die große Ausfahrt zu sein.

Auch wenn wir bis auf eine Ausfahrt (die schon lange her ist), immer genügend Fahrzeuge für die Kinder da waren, ist es für uns immer eine spannende Frage, ob das auch diese Jahr wieder so sein würde. Und natürlich habt Ihr uns wieder nicht enttäuscht. Ein Fahrzeug nach dem anderen fand am Sonnabend den Weg zum Parkplatz des Bades, und bald war klar, es werden auch dieses Jahr wieder genügend Mitfahrgelegenheiten zur Verfügung stehen. Mit 665 Fahrzeugen (davon 595 mit Plätzen für die Kinder) haben wir den Rekord zwar nicht gebrochen, was auch gar nicht unser Ziel ist, aber die anschließende Kolonne war trotzdem sehr imposant anzusehen und etwas leichter zu händeln.

Um 9:15 Uhr begrüßten wir zur Einweisung alle Teilnehmer, bedankten uns bei den Sponsoren und Helfern, und gaben den Tagesablauf bekannt. Nach den Hinweisen zur Strecke und dem Verhalten in der Kolonne bauten sich die Fahrzeuge auf der Talstraße auf und pünktlich um 10 startete die unendliche Schlange Richtung Festplatz Dittersbach.

Die erste Etappe führte uns über Bad Gottleuba, Liebstadt, dem Autobahnzubringer 172a direkt nach Dürröhrsdorf-Dittersbach auf den Festplatz, welcher schon, man könnte fast sagen, professionell auf unsere Ankunft vorbereit war. Die Fahrt selbst verlief hervorragend. Das Zusammenspiel zwischen Polizei, Sicherungskräften, den Ordnern und den bereit stehenden stationären Ordnern der umliegenden Feuerwehren und Helfern war wieder mal auszeichnungswürdig, und so kamen wir "nur" zwei Minuten zu spät an.

Und jetzt gehts wieder ans Aufzählen: Vier Gulaschkanonen, zwei Getränkeausgaben mit Oppacher, Müllermilch und Fruchttiger, einen Kaffeestand und drei Eisstände sorgten für ausreichend Verpflegung. Das Angebot an Speisen und Getränken ließ keine Wünsche offen und jeder wurde satt. DJ Bruce sorgte in bewährter Weise für musikalische Unterhaltung, und die Kinder und Fahrer konnten die Mittagspause entweder mit Ruhen verbringen, oder hatten Spaß mit der Hüpfburg, beim Fußballspielen, Klettern, Quad fahren, bei der Rettungshundestaffel zuschauen, oder Pocketbike und Oldtimer betrachten. Wir sind uns sicher, dass für jeden etwas dabei war, und keinem die Zeit zu langweilig wurde. Aber auch die schönste Pause geht mal zu Ende, und so baute sich die Kolonne gegen 13.15 Uhr zur zweiten Runde auf.

Wieder war dieses Jahr etwas neu: Die Mittags- und Vesperpause fanden am gleichen Ort statt, nämlich auf dem Festplatz Dittersbach. So war die zweite Runde eigentlich eine Rundfahrt, die uns über Stolpen, Neustadt und Hohnstein führte. Wie bereits im ersten Teilstück verlief die Fahrt ohne Zwischenfälle. Die Absperrungen in den größeren Gemeinden durch die Feuerwehren waren bestens vorbereitet, und so brauchten wir nur "wenige" eigene mobile Ordner. Einzigster Bremsklotz: Kurz vorm Bahnübergang Polenz mussten wir die Geschwindigkeit wegen einem sich annähernden Zug etwas drosseln, um ohne Anzuhalten weiter fahren zu können.

Viele Besucher an der Strecke freuten sich mit uns und den Kindern und winkten begeistert den Vorbeifahrenden zu. Und dazu dieses Wetter! Optimal mit 24°C, viel Sonne und nur wenig Wind macht so eine Ausfahrt und einem Besuch in einem Freizeitbad richtig viel Spaß. Und damit ist nun auch endlich nach vielen Jahren widerlegt, dass Reiseleiter Zett für den Regen verantwortlich ist. Zett war ja dieses Jahr wieder mit, und von Regen war weit und breit keine Spur. Vielleicht war das alles aber auch nur reiner Zufall. Schauen wir mal, wie es 2018 wird...

So gelangten wir glücklich zurück aufs Festgelände, wo zusätzlich zu den Angeboten von der Mittagspause auch noch Unmengen an selbstgebackenen Kuchen der Kindereinrichtungen und Helfern für die hungrigen Teilnehmer bereit standen. Die Zeit verging wie im Fluge, und so dauerte es gar nicht lang, bis wir zum Aufbruch ausriefen, um das letzte Teilstück der Ausfahrt, die Rückfahrt ins Freizeitbad "Billy" anzugehen. Vorher gaben die Jungs mit den Pocketbikes noch eine tolle Darbietung auf einem abgesperrten Stück Strasse, was man mit so einem kleinen "Mopped" alles machen kann.

Die Rückfahrt verlief genauso entspannt wie die ersten zwei "Touren". Highlight war sicherlich die Durchfahrt durch die von Baustellen geplagte Stadt Pirna. Aber so entspannt, wie wir fuhren, sahen wir auch hier nur in entspannte und glückliche Gesichter. Unsere Ordner erklärten den angestauten Autofahrern, worum es ging. Zumeist ist dann das Verständnis sofort da, mal 10 - 12 Minuten für so eine tolle Aktion zu warten. 

Alles passte, sogar pünktlich waren wir, überpünktlich, wenn man es genau nimmt. 3 Minuten zu zeitig erreichten wir Berggießhübel und fuhren hier unter tosendem Beifall der Einwohner zurück ins Freizeitbad. Und hier ging es dann wieder richtig zur Sache...

Bogenschießen, Kletterberg, Bungee-Basketball, Sumoringen, Spaß mit der Verkehrswacht, Polizeipräventation, Kinderschminken, Lustige Luftballons, Hüpfburg, Schokokussschleuder, 5-m Fußballkicker, Aquabälle und T-Wand standen für die Besucher zur Unterhaltung bereit und wurden auch dankbar umlagert. Highlights dieses Jahr waren aber sicherlich die Präsentation des riesigen Posters, welches aus über 24.000 einzelnen kleinen Bildern ein Motiv der HKF darstellt. Ein Danke an Chris und Horst aus Meißen! Sehr gefreut haben wir uns auch über den Besuch von der Fa. Zeptar aus Berlin, die uns Ihre E-Bikes vorgestellt, und vor allem das E-Bike, welches unter allen Spendern der HKF verlost wird, präsentiert haben. Noch bis Ende des Jahres könnt Ihr Euch an der Verlosung beteiligen. Infos dazu hier auf der Homepage.

Und natürlich nicht zu vergessen, unsere riesige Tombola, wo schon vor dem Verkauf der Lose eine Schlange stand, das man dachte, es würde Bananen geben. Ach Quatsch, die Zeiten sind ja schon lange vorbei... Was leider schief ging, war das versprochene Eis von Schöller für die Kinder. Der Fahrer, der uns das Eis bringen sollte, hatte auf dem Herweg einen Unfall und musste sogar ins Krankenhaus. Wir wünschen ihm auf diesem Weg beste Genesung!

Ja und dann...? Während viele Teilnehmer noch bei den Events mitmachten, oder sich an den Versorgungsständen mit Bratwurst, Steaks, Waffeln, Zuckerwatte und Getränken erfreuten, rumorte es auf der Bühne... Die "Partypiloten" bereiteten sich vor. Wer 2012 zur Heimkinderfahrt dabei war, wusste, was nun kommt: Party ohne Ende!!! Und wir wurden nicht enttäuscht. Selbst um Mitternacht war es um die Bühne derart brechend voll, so etwas haben wir noch nicht erlebt... Was für eine Wahnsinnsabschluss eines tollen und erfolgreichen Tages.

Bis auf wenige Kleinigkeiten, die noch verbesserungswürdig sind, verlief diese 22. Heimkinderfahrt, so wie wir uns das vorgestellt hatten. Ganz perfekt wird so eine Ausfahrt aber trotzdem sicherlich nie sein. Deshalb sei uns verziehen, wenn dies oder das vielleicht doch nicht ganz geklappt hat. Außerdem wollen wir uns ja trotzdem noch jedes Jahr etwas verbessern. Wichtig ist doch aber, dass es Euch allen, ob Kinder, Fahrer, Helfer, Ordner, Sponsor oder Eventanbieter im Großen und Ganzen gefallen hat. Unser Motto wird auch weiterhin bleiben: Wir organisieren diese Ausfahrt, damit die Kinder einen ungewöhnlichen und unvergesslichen Tag mit Spiel und Spaß erleben können, den sie so schnell nicht wieder vergessen werden, und der sie ein wenig von ihrem Alltag ablenkt. Dafür geben wir unser Bestes! 

Vor zwei Jahren standen wir noch fast vor dem Aus. Nun haben wir eine Leistung erbracht, die kaum Wünsche offen lassen. Wir sind so dankbar, dass wir es mit Eurer Hilfe wieder geschafft haben, den Tag so grandios enden zu lassen. Unser Dank gilt jedem einzelnen Biker-in, Helfer, Sponsor, Eventanbieter für ihre uneigennützige Unterstützung. Zudem unser besonderer Dank der Polizei, den Johannitern, dem DRK und den Feuerwehren von Dohna, Dürrröhrsdorf, Stolpen, Neustadt und Lohmen. Wir freuen uns, dass Ihr alle da wart, und hoffen, Ihr unterstützt uns auch 2018 wieder.

Und eins ist auch sicher: Norbert und Thomas waren bestimmt auch wieder mit dabei. Sie haben dafür gesorgt, dass alles so reibungslos gelaufen ist. Und vielleicht sind sie ja für das schöne Wetter verantwortlich...

Wir sind bereit für die 23. HKF 2018!!!

Eure "Beinharten"

 

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